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Widerspruch


Mit der Zustellung des Mahnbescheids erhält der Antragsgegner ein Formular, mit dem er gegen den Mahnbescheid innerhalb von 2 Wochen seit der Zustellung des Mahnbescheids Widerspruch erheben kann. Die Verwendung des übersandten Widerspruchsformulars ist nicht zwingend vor­geschrieben. Im Interesse einer zügigeren Bearbeitung empfiehlt sich jedoch die Nutzung des Widerspruchvordrucks.

Der Widerspruch darf auch in einem mit Unterschrift versehenen Schriftsatz erhoben werden.

Außerdem kann der Widerspruch gemäß § 702 Absatz II ZPO in einer nur maschinell lesbaren Form als Barcode-Widerspruch auf dem Postweg oder als Datei im EDA-Datensatzformat elektronisch über­mittelt werden. Barcode-Widersprüche zum postalischen Versand können unter www.online-mahnantrag.de erstellt werden. Ein Widerspruch im EDA-Datensatzformat kann ebenfalls unter www.online-mahnantrag.de oder aus einer geeigneten Fach- bzw. Branchensoftware heraus erzeugt und anschließend elektronisch übermittelt werden. Für die formwirksame Erzeugung eines EDA-Widerspruchs aus einer Fach- oder Branchensoftware ist aufgrund der aufgestellten Bedingungen für die Teilnahme am EDA-Verfahren jedoch die Verwendung einer vom Mahngericht Uelzen erteilten Prozessbevollmächtigten-Kennziffer erforderlich. Der elektronische Versand der EDA-Widerspruchsdatei muss nach § 130 a Absätze 3 und 4 ZPO entweder auf einem sicheren Übertragungsweg (z.B. beA) oder unter Anbringung einer qualifizierten elektronischen Signatur mittels zugelassener Übertragungs- oder Kommuni­kationssoftware nach dem OSCI-Standard erfolgen. Der E-Mail-Übertragungsweg ist ausdrücklich nicht zugelassen.

Ausführliche Informationen zu den Voraussetzungen zur Teilnahme am elektronischen Datenaus­tausch finden Sie unter dem Menüpunkt Elektronischer Datenaustausch/ Datenfernüber­tragung (DFÜ).

Rechtsanwälten und registrierten Inkassodienstleistern müssen seit dem 01.01.2020 gemäß § 702 Absatz 2 ZPO Widersprüche in nur maschinell-lesbarer Form (d.h. Barcode-Widerspruch oder Widerspruch im EDA-Datensatzformat) einreichen. Rechtsanwälten und registrierten Inkassodienstleistern können daher Widersprüche nicht mehr formwirksam unter Verwendung der amtlichen Formulare oder in formfreien Schriftsätzen erheben.


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